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Factoring - ist der wiederkehrende Verkauf von Forderungen aus Warengeschäften

oder Dienstleistungen an ein Factoringunternehmen gegen sofortige Zahlung des Kaufpreises.

Factoring heißt zu deutsch Forderungszession. Diese Variante ist eine Finanzdienstleistung mit dem Ziel der kurzfristigen Umsatzfinanzierung. Der Factor kauft bestimmte anstehende Forderungen seines Factoring-Kunden gegen dessen Debitor (Abnehmer). Der Factoring-Kunde erhält nun umgehend den Verkaufspreis vom eingestiegenen Factor. Der Verkaufspreis beträgt die Höhe der Forderungen abzüglich eines Diskonts, also der Dienstleistungskosten des Factors, welches von diesem einbehalten wird. Einen Teil der Summe behält der factor jedoch auf einem Sperrkonto, um ein Veritätsrisiko bis zur endgültigen Zahlung durch den Debitor abzusichern. Inzwischen nutzen mehr als 10.500 kleine und mittelständische Unternehmen Factoring um die Liquidität zu erhöhen, zu sichern und vor Forderungsausfall zu schützen. In den letzten Jahren hat sich Factoring in Deutschland als leistungsstarke und sichere Finanzierungsform entwickelt. Das Fälligkeits-Factoring ist eine Variante, bei der der Kunde Vorteile der vollständigen Risikoabsicherung und der Entlastung beim Debitorenmanagement nutzt, aber auf die beginnende Regulierung des Kaufpreises verzichtet. Beim Eigenservice-Factoring (auch Bulk Factoring bzw. Inhouse Factoring) hat er zwar das Delkredererisiko, begrenzt seine Dienstleistung aber enorm. Die Debitorenbuchhaltung einschl. Mahnwesen ist dem Kunden völlig überlassen. Lediglich nach Abschluss des außergerichtlichen Mahnverfahrens wird der Factor mit dem Einzug der Forderung beauftragt. Es gibt aber auch Factoring Formen nach Art der Forderungsabtretung. Beim so bezeichneten Offenen Factoring (Notification Factoring)informiert man den Schuldner über die Abtretung der Forderung. Dann sind Zahlungen auf die Forderung mit schuldbefreiender Wirkung regelgemäß ausschließlich an das Factoring-Unternehmen möglich. Eine andere Form ist das stille Factoring. Man informiert den Debitor nicht über die Abtretung der Forderung. Sie ist für ihn nicht sichtbar. Hierbei kann es zu betrügerischen Absichten auf Seiten des Kunden kommen. Beim halb-offenen Factoring nennt man dem Debitor ein Zahlkonto bzw. eine Bankverbindung. An diese hat er zu überweisen. Über die Forderungsabtretung bleibt er aber uninformiert.

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